Psychologie
Dunning-Kruger-Effekt
Dunning-Kruger Effect
Wer wenig kann, überschätzt sich oft – weil ihm gerade das Wissen fehlt, das nötig wäre, um das zu merken.
Was dahintersteckt
Der Kern ist elegant: Dieselbe Kompetenz, die man braucht, um eine Aufgabe zu lösen, braucht man auch, um die eigene Leistung zu beurteilen. Fehlt sie, fehlt beides. Der Effekt hat aber eine zweite, viel seltener zitierte Hälfte: Kompetente unterschätzen sich häufig, weil sie annehmen, was ihnen leichtfällt, sei für alle leicht. Anzumerken ist, dass die genaue Form der Kurve in der Forschung durchaus umstritten ist.
Beispiel
Nach zwei Wochen in einem neuen Fach fühlt man sich souverän. Nach zwei Jahren fühlt man sich deutlich unsicherer – und ist objektiv viel besser.
Wo es vorkommt
Personalentwicklung, Bildung, Internetdiskussionen, Selbsteinschätzung.