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Warum USB-Stecker nerven

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Jeder kennt es: USB-A passt nicht, umdrehen, passt immer noch nicht, wieder umdrehen, passt. Das ist keine Einbildung – die Form ist symmetrisch genug, um im ersten Moment falsch zu wirken, und der Stecker gibt kein taktiles Feedback über die richtige Lage.

Es war eine Entscheidung

Ajay Bhatt, einer der Entwickler bei Intel, hat das mehrfach öffentlich bestätigt. Ein runder oder beidseitig verwendbarer Stecker war technisch möglich – hätte aber doppelt so viele Leitungen und Chips erfordert.

Der Zweck von USB war, einen Standard zu schaffen, der so billig ist, dass alle Hersteller mitmachen. Jeder zusätzliche Cent hätte die Verbreitung gefährdet.

Bhatt sagte dazu sinngemäß: Das größte Ärgernis sei, dass man den Stecker nicht auf Anhieb einstecken kann – aber die Alternative wäre ein Standard gewesen, den niemand übernommen hätte.

Die Lösung kam 20 Jahre später

USB-C löst genau das – mit einem symmetrischen Steckerbild und doppelt vorhandenen Kontakten. Der Preis dafür ist gesunken, das Argument von 1996 gilt nicht mehr.

Und was er nicht bekam

Bhatt hat an USB nie Lizenzgebühren verdient: Intel gab den Standard bewusst frei, damit er sich durchsetzt. Er arbeitete als angestellter Ingenieur.

Bekannt wurde er trotzdem – 2009 warb Intel mit einem Werbespot, in dem ein Schauspieler ihn als Rockstar darstellte.

Quellen ansehen

Interviews mit Ajay Bhatt (u. a. NPR 2013); USB Implementers Forum

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