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Sushi

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Die Urform heißt narezushi und kam vermutlich über Südostasien nach Japan. Fisch wurde in gekochtem Reis eingelegt und monatelang fermentiert. Die Milchsäuregärung des Reises konservierte den Fisch.

Der Reis war dabei reines Konservierungsmittel: eine matschige, saure Masse, die man vor dem Essen abstreifte und wegwarf.

Die Abkürzung

Irgendwann kam jemand auf die Idee, den sauren Geschmack schneller herzustellen – mit Reisessig statt monatelanger Gärung. Damit wurde der Reis plötzlich selbst essbar.

Sushi war Fast Food

Im Edo des frühen 19. Jahrhunderts (dem heutigen Tokio) verkaufte Hanaya Yohei an einem Straßenstand Häppchen aus gepresstem Essigreis mit einer Scheibe Fisch obendrauf: nigiri. Gedacht als schnelles Essen im Stehen, für Handwerker, zwischen zwei Terminen. Die Stücke waren deutlich größer als heute.

Das Bild vom stillen, hochpreisigen Sushi-Tempel kam erst viel später.

Quellen ansehen

Trevor Corson, „The Story of Sushi“; Naomichi Ishige, „The History of Japanese Food“

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