Story 10
Nutella
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Nach dem Zweiten Weltkrieg war Kakao in Italien extrem knapp und hoch besteuert. Der Konditor Pietro Ferrero in Alba (Piemont) hatte ein Problem: Schokolade war für normale Leute unbezahlbar.
Was er hatte
Haselnüsse. Das Piemont ist eine der besten Haselnussregionen der Welt. Ferrero streckte den wenigen Kakao mit gemahlenen Haselnüssen und Zucker – eine lokale Tradition namens gianduia, die schon zu Napoleons Kontinentalsperre entstanden war, als Kakao ebenfalls fehlte.
Erst ein Laib, dann eine Creme
1946 verkaufte er das Ergebnis als Giandujot – einen festen Block, von dem man Scheiben abschnitt und aufs Brot legte. Weil er in der Sommerhitze weich wurde, entwickelte man daraus die streichfähige Supercrema. 1964 gab Sohn Michele ihr einen international aussprechbaren Namen: Nutella.
Ferrero ist bis heute einer der größten Haselnusskäufer der Welt.
Quellen ansehen
Unternehmensgeschichte Ferrero; Gigi Padovani, „Nutella: An Italian Legend“