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Warum manche Länder links fahren

2 Minuten · wahrscheinlich

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Rund ein Drittel der Weltbevölkerung fährt links – vor allem Großbritannien, Irland, Japan, Indien, Australien und das südliche Afrika.

Die alte Erklärung

Die meisten Menschen sind Rechtshänder. Wer im Mittelalter beritten unterwegs war, trug das Schwert links und zog es mit rechts. Auf der linken Straßenseite zu reiten hatte zwei Vorteile: Die rechte Schwerthand zeigt zum Entgegenkommenden, und beim Aufsteigen von links steht man am Straßenrand, nicht mitten im Verkehr.

England schrieb Linksverkehr 1835 gesetzlich fest und exportierte ihn ins gesamte Empire.

Warum der Rest rechts fährt

Zwei Faktoren. Erstens die großen amerikanischen Fuhrwerke mit mehreren Pferdepaaren: Der Fahrer saß auf dem hintersten linken Pferd, um mit der rechten Hand die Peitsche zu führen. Von dort sieht man den Gegenverkehr besser, wenn man rechts fährt.

Zweitens Napoleon. In den von Frankreich beherrschten Gebieten wurde Rechtsverkehr eingeführt – und blieb dort meist auch nach dem Rückzug. Die Landkarte des europäischen Verkehrs folgt bis heute grob den napoleonischen Grenzen.

Der Tag H

Schweden fuhr bis 1967 links, obwohl alle Nachbarn rechts fuhren und die meisten Autos Linkslenker waren. Am 3. September 1967, dem Dagen H, wurde um 5 Uhr morgens landesweit umgestellt. Alle Fahrzeuge hielten an, wechselten die Seite und fuhren weiter.

Bemerkenswert: In den Monaten danach sank die Unfallzahl – vermutlich, weil alle extrem vorsichtig fuhren. Nach etwa zwei Jahren war sie wieder auf dem alten Niveau.

Quellen ansehen

Schwedische Verkehrsbehörde zum Dagen H (1967); verkehrshistorische Literatur

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