Story 11

Kartoffelchips

1 Minute · Legende

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Die Standardversion: 1853 im Kurort Saratoga Springs schickt ein Gast seine Pommes zurück – zu dick, zu labberig. Koch George Crum rächt sich, schneidet die Kartoffeln papierdünn, frittiert sie knusprig und salzt sie über. Der Gast ist begeistert. Chips sind geboren.

Was daran wackelt

Die Geschichte taucht erst Jahrzehnte später auf, der berühmte Gast (angeblich Cornelius Vanderbilt) wird erst noch später hinzugedichtet. Und vor allem: Rezepte für dünn frittierte Kartoffelscheiben gibt es schon vorher – etwa in William Kitchiners britischem Kochbuch „The Cook's Oracle“ von 1817.

Belegbar ist immerhin, dass in Saratoga tatsächlich „Saratoga Chips“ berühmt wurden – und dass Crums Schwester Catherine Wicks in manchen frühen Berichten als die eigentliche Erfinderin genannt wird.

Der eigentliche Durchbruch

Chips blieben lange lose Ware aus dem Fass, die schnell weich wurde. Die Amerikanerin Laura Scudder ließ ab den 1920ern Mitarbeiterinnen Wachspapier zu Tüten bügeln – die luftdichte Tüte machte aus einem Restaurantsnack ein Weltprodukt.

Quellen ansehen

William Kitchiner, „The Cook's Oracle“ (1817); Recherchen des Saratoga County Historical Society

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