Story 16
Die Nieten an der Jeans
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Jacob Davis war Schneider in Reno, Nevada, und nähte Arbeitshosen. Seine Kunden – Bergleute, Holzfäller – rissen ihm ständig die Taschen aus der Hose, wenn sie Werkzeug hineinstopften.
Die Idee
Davis hatte Kupfernieten für Pferdedecken herum liegen. Er setzte sie an die Belastungspunkte der Taschenecken. Die Hosen hielten – und sprachen sich herum.
Ein Patent kostete 68 Dollar, die er nicht hatte. Also schrieb er an seinen Stofflieferanten in San Francisco: Levi Strauss. Am 20. Mai 1873 bekamen die beiden gemeinsam US-Patent Nr. 139.121 – auf „Verbesserungen an Taschenöffnungen“. Dieses Datum gilt als Geburtstag der Jeans.
Die verschwundene Niete
Lange saß eine Niete auch im Schritt. Firmenüberlieferung zufolge beschwerten sich Cowboys, dass sie sich am Lagerfeuer aufheizte; angeblich soll auch der Levi's-Chef selbst dieses Erlebnis gehabt haben. 1941 verschwand sie – offiziell wegen Metallrationierung im Krieg. Sie kam nie zurück.
Die winzige fünfte Tasche über der rechten Vordertasche war übrigens eine Uhrentasche für Taschenuhren.
Quellen ansehen
US-Patent 139.121 (1873); Levi Strauss & Co. Unternehmensarchiv