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Espresso & Cappuccino

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Espresso entstand aus einem sehr banalen Problem: Kaffeekochen dauerte zu lange, und Fabrikbesitzer bezahlten Pausen. Der Mailänder Luigi Bezzera meldete 1901 eine Maschine an, die Wasser mit Dampfdruck durch das Kaffeemehl presste – Kaffee in Sekunden statt Minuten.

Espresso heißt dabei nicht „schnell“, sondern eher „eigens für dich gemacht“ – wie in „express“ für einen Auftrag auf Bestellung. Der moderne Espresso mit Crema kam erst 1948 mit Achille Gaggias Hebelmaschine, die echten Druck statt nur Dampf erzeugte.

Und der Cappuccino?

Der Name kommt von den Kapuzinermönchen. Deren Ordenstracht hat genau dieses Braun mit heller Kapuze – italienisch cappuccio. In Wien gab es schon im 18. Jahrhundert den „Kapuziner“: Kaffee mit so viel Sahne, dass er die Farbe der Kutte annahm. Der italienische Cappuccino, wie wir ihn kennen, entstand erst mit den Druckmaschinen, die Milch aufschäumen konnten.

Die Kapuzinermönche heißen übrigens nach ihrer auffälligen Kapuze – und der Kapuzineraffe wiederum nach den Mönchen.

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Patentschriften Bezzera 1901 / Gaggia 1948; Etymologie: Vocabolario Treccani

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