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Champagner

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„Komm schnell, ich trinke Sterne!“ – dieser Satz von Dom Pérignon ist eine Werbeerfindung des späten 19. Jahrhunderts. Es gibt ihn in keiner zeitgenössischen Quelle.

Bläschen waren ein Defekt

In der Champagne unterbrach die Kälte im Winter die Gärung; im Frühjahr sprang sie wieder an – in der bereits verschlossenen Flasche. Das Ergebnis: Druck. Flaschen platzten reihenweise, Kellermeister trugen Schutzmasken. Man nannte es le vin du diable, den Teufelswein.

Dom Pérignon war ab 1668 Kellermeister in Hautvillers – und seine dokumentierte Aufgabe war, den Wein ruhig zu bekommen. Seine echten Verdienste liegen bei Verschnitt und Weißkeltern roter Trauben.

Wer war es dann?

Der Engländer Christopher Merret beschrieb bereits 1662 – sechs Jahre bevor Pérignon anfing – vor der Royal Society, wie man Wein absichtlich Zucker zusetzt, um ihn perlend zu machen. Möglich war das in England auch deshalb, weil dort mit Kohle befeuerte Öfen deutlich stabileres Glas produzierten.

Quellen ansehen

Christopher Merret, Royal Society 1662; Tom Stevenson, „Champagne & Sparkling Wine Guide“

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