Story 78

Der Apfel mit dem Biss

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Eine beliebte Erzählung: Der angebissene Apfel sei eine Hommage an Alan Turing, den Pionier der Informatik, der 1954 durch einen mit Zyanid versetzten Apfel starb.

Der Designer widerspricht

Rob Janoff, der das Logo 1977 entwarf, hat das mehrfach klar verneint. Seine Begründung ist rein praktisch: Ohne Biss sieht ein Apfel in kleiner Darstellung aus wie eine Kirsche oder eine Tomate. Der Biss macht die Silhouette eindeutig.

Dass bite und byte gleich klingen, fiel ihm nach eigener Aussage erst hinterher auf – ein hübscher Zufall.

Steve Jobs habe ihm bei der Beauftragung nur eine Vorgabe gemacht: „Mach es nicht niedlich.“

Und die Regenbogenfarben?

Kein Symbol für Vielfalt, sondern Technik-Werbung. Der Apple II war einer der ersten Heimcomputer mit Farbgrafik. Die Streifen zeigten das. Dass sie nicht in der Reihenfolge des Spektrums stehen, war eine Designentscheidung – Grün nach oben, wegen des Blatts.

Die Farbversion war in der Produktion teuer und wurde 1998 aufgegeben.

Und der Firmenname?

Jobs hatte laut Steve Wozniak zuvor auf einer Obstfarm gearbeitet und ernährte sich zeitweise sehr fruchtlastig. „Apple“ klang für ihn freundlich und unbedrohlich – das Gegenteil der damaligen Computerbranche mit Namen wie IBM oder Digital Equipment. Außerdem stand es im Telefonbuch vor „Atari“.

Quellen ansehen

Interviews mit Rob Janoff (u. a. CreativeBits 2009); Steve Wozniak, „iWoz“

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