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Adidas und Puma

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In Herzogenaurach in Franken bauten die Brüder Adolf („Adi“) und Rudolf Dassler ab den 1920ern gemeinsam Sportschuhe. Sie waren erfolgreich: Bei den Olympischen Spielen 1936 lief Jesse Owens in Dassler-Schuhen zu vier Goldmedaillen.

Der Bruch

Was genau passierte, ist bis heute nicht restlos geklärt. Überliefert sind ein Zerwürfnis während eines Luftangriffs im Krieg – Rudolf soll eine Bemerkung Adis auf sich bezogen haben – sowie Streit über die Rolle beider in der NS-Zeit und über die Firmenführung.

1948 teilten sie das Unternehmen. Adi gründete Adidas (Adi Dassler), Rudolf zuerst „Ruda“, dann Puma. Die beiden Firmen lagen an gegenüberliegenden Ufern der Aurach.

Die geteilte Stadt

Herzogenaurach war jahrzehntelang gespalten. Es gab Bäckereien, Kneipen und Vereine, die zu der einen oder anderen Seite gehörten. Die Stadt bekam den Spitznamen „Stadt der gebückten Nacken“ – weil man Fremden zuerst auf die Schuhe schaute, um zu wissen, mit wem man es zu tun hat.

Die Brüder sprachen bis zu ihrem Tod nicht mehr miteinander. Beide sind auf demselben Friedhof begraben – so weit voneinander entfernt wie möglich.

Das Ende der Fehde

Erst 2009 spielten Mitarbeitende beider Unternehmen ein gemeinsames Freundschaftsfußballspiel – über 60 Jahre nach der Trennung.

Quellen ansehen

Barbara Smit, „Drei Streifen gegen Puma“; Unternehmensarchive Adidas und Puma

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